27 schnelle Fragen rund ums Leben

Innenansichten: Daniel Doujenis

Text: KUMA-Redaktion - 01.01.2026

Rubrik: Persönlichkeiten
Daniel Doujenis

Daniel Doujenis. (Fotocredit: Lex Karelly)

Daniel Doujenis staunt gerne, liebt Klarheit, Humor und Begegnungen – und träumt davon, mit Buddha, Einstein und Picasso zu plaudern.

Was ist das Beste daran, als Darsteller und Regisseur tätig sein zu können?
Bewusstsein zu schaffen, indem man vorlebt, was der Mensch ist und was er sein könnte.

Was treibt Sie an?
Menschen Freude bereiten zu können.

Was tun Sie morgens als Erstes?
Ein Glas Wasser trinken.

Was steht bei Ihnen immer im Kühlschrank?
Butter, Milch, Käse.

Wem haben Sie zuletzt ein Kompliment gemacht – und wofür?
Meiner Frau. Dass sie da ist.

Haben Sie ein persönliches Stilmerkmal?
Meinen (alternden) Körper, meine Stimme.

Welchen Ort haben Sie in letzter Zeit für sich entdeckt?
Die Lukas-Kapelle.

Woran arbeiten Sie derzeit?
An der Fertigstellung eines Hauses.

Haben Sie ein Reise-Ritual?
Packen, losfahren.

Welches ist Ihr Lieblingsmuseum?
Die Stadt Rom.

Wenn Ihnen plötzlich viel freie Zeit zur Verfügung stünde: Was würden Sie angehen?
Reisen zu Lieblingsorten und Lieblingsmenschen.

Wofür empfinden Sie große Dankbarkeit?
Für das Leben.

Was zu verlieren wäre für Sie das Schlimmste?
Die Wahrnehmung und die Fähigkeit zu staunen.

Wofür geben Sie unvernünftig viel Geld aus?
Für Klarheit.

Welchem Genussmittel können Sie nicht widerstehen?
Der Liebe.

Was würden Sie sagen, können Sie besonders gut?
Kommunizieren.

Welchen Rat würden Sie Ihrem jüngeren Ich Anfang 20 geben?
Weitermachen.

Was ist Ihnen völlig egal?
Anhäufung von Reichtum.

Ein Lebensprinzip?
Ehrlich und einfühlsam nach Qualität streben.

Was macht eine Person schön?
Lebendigkeit, Zuversicht, Humor, Erfahrung, Harmonie.

Haben Sie kleine Marotten, die Sie begleiten?
Den Versuch, über Sprache Präzision zu erzielen.

Wovor haben Sie die größte Angst?
Vor maßloser, kriegerischer Verblendung.

Worauf sind Sie stolz?
Staunen zu können über die Wunder, die uns umgeben und deren Teil wir sind.

Ihre größte Niederlage?
Dem Karrierismus meiner Vorgesetzten nicht immer etwas Wirkungsvolles entgegengesetzt zu haben.

Welches Problem, das Sie früher hatten, haben Sie heute nicht mehr?
Jemandem etwas beweisen zu wollen.

Was täten Sie, wenn es keine Furcht gäbe?
Immer das richtige Maß finden.

Woran glauben Sie, woran Sie früher nicht geglaubt haben?
An Gelassenheit in der Verwandlung.

Ihre Traum-Gästeliste für ein Abendessen? Maximal fünf Leute!
Pindar, Buddha, Albert Einstein, Pablo Picasso, Jannis Ritsos.

Warum sind Ihre Freunde Ihre Freunde?
Wegen gemeinsamer Erlebnisse, gemeinsamer Werte und dem freundlichen Austausch der Unterschiedlichkeiten.



Daniel Doujenis

Daniel Doujenis. (Fotocredit: Markus Himberger))

Zur Person Daniel Doujenis

Daniel Doujenis studierte Schauspiel an der Kunstuniversität Graz. Engagements führten ihn an Theater in Mülheim, Augsburg, Hildesheim, Frankfurt, Düsseldorf und Graz. Seit 2008 ist er freischaffend tätig, gastiert auf internationalen Festivals und wirkt in Film- und Fernsehproduktionen sowie eigenen Theaterinszenierungen und Lesungen. Zu seinen Film- und TV-Auftritten zählen Heile Welt (2007), SOKO Kitzbühel (2006/2009) und Die Vaterlosen (2011). Seit 2001 unterrichtet er als Senior Lecturer an der Schauspiel-Abteilung der Kunstuniversität Graz. Doujenis spielte Titelrollen wie Lenz (Büchner), Peer Gynt (Ibsen), Othello und Richard III (Shakespeare), Tartuffe (Molière) und Amphytrion (Kleist). An der Oper Graz war er unter anderem in Die Csárdásfürstin, The Sound of Music, Gasparone und 2022/23 als Jacques Offenbach in Die Großherzogin von Gerolstein zu sehen. Am Next Liberty wirkte er als Schauspieler und Regisseur, zuletzt in der Produktion Der Fürst (Theater Kaendace/Klagenfurter Ensemble), die 2025 mit dem 2. Grazer Rüssel – Preis der freien Szene ausgezeichnet wurde.

Die KUMA-Innenansichten

Kulturinteressierte erfahren in diesem Interviewformat persönliche Innenansichten spannender Persönlichkeiten aus dem Kulturbereich – von ihren Inspirationen und Gewohnheiten bis hin zu ihren Leidenschaften, Prinzipien und persönlichen Blickwinkeln auf das Leben.