27 schnelle Fragen rund ums Leben

Innenansichten: Andreas Vitásek

Text: Lydia Bißmann - 12.10.2026

Rubrik: Persönlichkeiten
Andreas Vitásek

Andreas Vitásek (Fotocredit: Jan Frankl)

Andreas Vitásek gibt unvernünftig viel Geld für Restaurantbesuche aus, findet, dass kein Genussmittel stärker sei als er, und hält wenig von einem Lebensprinzip.

Was ist das Beste daran, wie Sie als Kabarettist und Schauspieler tätig sein zu können?

Die freie Zeiteinteilung

Was treibt Sie an?

Neugier

Was tun Sie morgens als Erstes?

Meinen Hund füttern.

Was steht bei Ihnen immer im Kühlschrank?

Oliven und Sardellen für Pasta puttanesca.

Wem haben Sie zuletzt ein Kompliment gemacht? Wofür?

Sonja Pikart für ihr neues Programm.

Haben Sie ein persönliches Stilmerkmal?

Bin meistens in Schwarz gekleidet.

Welchen Ort haben Sie in letzter Zeit für sich entdeckt?

Kyoto

Woran arbeiten Sie derzeit?

An mir.

Haben Sie ein Reise-Ritual?

Nicht, dass ich wüßte.

Welches ist Ihr Lieblingsmuseum?

Guggenheim-Museum Bilbao

Wenn Ihnen plötzlich viel freie Zeit zur Verfügung stünde: Was würden Sie angehen?

Klavierspielen lernen.

Wofür empfinden Sie große Dankbarkeit?

Dass ich von dem, was ich gerne mache, leben kann.

Was zu verlieren, wäre für Sie das Schlimmste?

Das spreche ich nicht aus.

Wofür geben Sie unvernünftig viel Geld aus?

Für Restaurantbesuche

Welchem Genussmittel können Sie nicht widerstehen?

Kein Genussmittel ist stärker als ich.

Was würden Sie sagen, können Sie besonders gut?

Mich in fremden Städten orientieren.

Welchen Rat würden Sie ihrem jüngeren Ich Anfang 20 geben?

Schau auf dich, aber verletze dabei keinen anderen.

Was ist Ihnen völlig egal?

Formel-1-Rennen

Ein Lebensprinzip?

Hab prinzipiell keines.

Was macht eine Person schön?

Ihr Humor

Haben Sie kleine Marotten, die Sie begleiten?

Mir fallen keine auf, aber fragen Sie meine Familie.

Wovor haben Sie die größte Angst?

Auch das spreche ich nicht aus.

Worauf sind Sie stolz?

Auf meine Kinder.

Ihre größte Niederlage?

Ich hatte einige mittlere Niederlagen, aber keine, die ich nicht überwunden hätte.

Welches Problem, das Sie früher hatten, haben Sie heute nicht mehr?

Dass ich die Miete nicht mehr zahlen kann, sodass ich aus einer schönen Wohnung ausziehen mußte.

Was täten Sie, wenn es keine Furcht gäbe?

Wahrscheinlich würde ich mir ziemlich wehtun.

Woran glauben Sie, woran Sie früher nicht geglaubt haben?

Glauben ist mir suspekt.

Ihre Traum-Gästeliste für ein Abendessen? Maximal fünf Leute!

Bob Dylan, Meryl Streep, Robert de Niro, die Obamas.

Warum sind Ihre Freunde Ihre Freunde?

Weil ich ihnen nichts beweisen muss, weil ich bei ihnen so sein kann, wie ich bin.

Andreas Vitásek präsentiert mit: „Wie es mir gefällt“ das Beste aus 20 Kabarettprogrammen. (Fotocredit: Jan Frankl)

Andreas Vitásek

Andreas Vitásek, geboren 1956 in Wien-Favoriten, studierte Theaterwissenschaft und Germanistik in Wien und absolvierte anschließend eine Ausbildung an der Theaterschule von Jacques Lecoq in Paris. Seit 1981 prägt er als Kabarettist mit über zwanzig Soloprogrammen das österreichische Kabarett; außerdem arbeitet er als Schauspieler und Regisseur für Bühne, Film und Fernsehen. Für seine Arbeit erhielt er unter anderem zweimal den Österreichischen Kabarettpreis. Mit seinem neuesten Jubiläumsprogramm „Wie es mir gefällt“ feiert Andreas Vitásek 70 Jahre Leben und 45 Jahre auf der Kabarettbühne: Er mischt alte Lieblingsnummern mit neuen Pointen, Improvisationen und bisher ungespielten Texten. Kein Abend soll dabei gleich sein. Der österreichische Kabarettist und Schauspieler blickt in seinem unverwechselbaren Mix aus Satire und Selbstironie auf die Gegenwart und sein eigenes Leben zurück.

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