DiagonaleSchubertkino | Kino 2 | Graz | Film

20.03.2026 | 14:45 - 16:15

Filmgeschichte | Neue Unsicherheiten | Totschweigen (1994)

#Filmfestival
#Kino
#Österreichischer Film
#Dokumentarfilm

Margareta Heinrich, Eduard Erne. AT/DE/NL 1994, 89 min.

Es sei „kein besseres Feld geworden, aber auch kein schlechteres“, meint der Bauer, der den Acker bewirtschaftet, unter dem die 180 ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter:innen begraben sind, die in den letzten Kriegstagen 1945 in Rechnitz erschossen wurden. „Die Pflanzen wissen nichts davon. Sie bringen ihre Frucht, und die Jahre gehen dahin.“ 45 Jahre später, der Eiserne Vorhang wurde gerade erst abmontiert, wird noch immer nach der genauen Stelle des Massengrabs gesucht. Manche können sich noch an die Geschehnisse erinnern, manche wollen nicht mehr. Die im Zusammenhang mit diesem Film oft genannte Rechnitzer „Mauer des Schweigens“ ist jedoch vielmehr eine des Sprechens: Die einen reden viel, auch wenn sie nichts wissen; die anderen verweigern lautstark die Auskunft. Eine alte Frau hat noch immer die Todesschüsse im Ohr. Vier Jahre lang dokumentieren Margareta Heinrich und Eduard Erne die Wunden und die Verhärtungen, die Jahrzehnte nach der Todesnacht noch deutlich sichtbar sind.

Schubertkino

Mehlplatz 2

8010, Graz

Datum: 20.03.2026
Uhrzeit: 14:45 - 16:15 Uhr
Ticketinfo:
Verkaufsstellen Kunsthaus Graz (Lendkai 1, 8020 Graz) ab 14. März 2026, täglich 10–18 Uhr. Hier gilt der steirische Kulturpass - Hunger auf Kunst & Kultur.

Die Steiermärkische Sparkasse unterstützt das Festival Diagonale als Hauptsponsorin.