Heimatsaal im Volkskundemuseum | Graz | Vortrag & Diskussion

28.05.2026 | 10:00 - 11:00

Erzählungen, die groß genug sind (und flickenhaft) | Gespräch

#Talk
#Eintritt frei
#Festival

Dramatiker|innenfestival 2026 | Im Gespräch erkunden Karin Harrasser und Kevin Rittberger, wie neue, „groß genug“ erzählte Geschichten entstehen können, die die Widersprüche der Polykrise erfassen.

Wenn wir danach fragen, welche Art des Erzählens die Polykrise der Gegenwart greifen kann, stoßen wir schnell auf Paradoxien und Dilemmata: Wie anders-als-menschliche Akteure auftreten lassen, ohne „romantisch zu glotzen“ (Bertolt Brecht)? Wie über die ökologischen Risiken und Verheerungen sprechen, ohne von der Reinigung der Erde vom Menschen zu sehr in Bann gezogen zu werden? Wie sich durchschlängeln zwischen Verharmlosung, Technofixes und Kollapsologie? Im Gespräch entwickeln Karin Harrasser und Kevin Rittberger, was Anna L. Tsing ein „patchy antropocene“ und James Clifford, „big enough stories“ genannt hat: Geschichten, die Komplexität dicht genug und Probleme groß genug darstellen, aber sich nicht durch Skalen einschüchtern lassen; die nicht darauf warten können, dass alle Voraussetzungen stimmen, sondern im Unreinen die Tentakel ausstrecken: nach Verbündeten, Resonanzkörpern, Ideen und Geschichten, die schon lange erzählt werden müssen. In englischer Sprache

Heimatsaal im Volkskundemuseum

Paulustorgasse 11

8010, Graz

Datum: 28.05.2026
Uhrzeit: 10:00 - 11:00 Uhr
Ticketinfo:
Der Eintritt ist frei